Eine Guitalele (auch Guitarlele) sieht aus wie eine etwas zu gross geratene Ukulele, spielt sich aber wie eine kleine Gitarre. Sechs Nylonsaiten, dieselben Griffe wie auf der Gitarre, aber kompakt genug für den Rucksack. Wer Gitarre spielt und ein Instrument für unterwegs sucht, oder wer mit kleinen Händen einsteigt, findet hier einen interessanten Mittelweg.
In diesem Beitrag klären wir, wie die Guitalele gestimmt wird, warum Ihre Gitarrengriffe trotzdem funktionieren, wie Sie mit einem Capo auf Gitarrentonhöhe kommen und wo der Unterschied zur Ukulele liegt.

6 Saiten, Gitarrengefühl im Mini-Format
Ideal für: Gitarristen, die ihre Griffe behalten und kompakt reisen wollen
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4 Saiten, schneller Einstieg
Ideal für: Anfänger und Kinder, die mit wenigen Saiten starten möchten
Alle Guitarlelen ansehen →01Was ist eine Guitalele eigentlich?
Die Guitalele ist ein sechssaitiges Zupfinstrument in der Grösse einer Tenor- bis Baritonukulele. Der Name verrät die Idee: Gitarre plus Ukulele. Anders als die vierseitige Ukulele übernimmt sie die komplette sechssaitige Anlage der Gitarre, nur auf kürzerer Mensur. Bespannt ist sie mit Nylonsaiten, wie eine klassische Konzertgitarre, was den weichen, warmen Klang erklärt.
Für Gitarristen ist das der entscheidende Punkt: Sie greifen exakt dieselben Akkorde und Tonleitern wie auf der grossen Gitarre. Es muss nichts neu gelernt werden, nur das Instrument ist handlicher.


02Die Stimmung: eine Quarte höher als die Gitarre
Eine Guitalele wird standardmässig A-D-G-C-E-A gestimmt, also eine Quarte höher als die gewohnte Gitarrenstimmung E-A-D-G-H-E. Die Abstände zwischen den Saiten bleiben dieselben, das ganze Instrument klingt nur höher. Deshalb funktionieren Ihre Griffbilder eins zu eins: Ein gegriffener G-Dur-Akkord bleibt formgleich, klingt aber als C-Dur.
Diese höhere Stimmung ist kein Zufall. Auf der kürzeren Mensur erreichen normale Nylonsaiten so die passende Spannung, ohne zu schlackern oder zu reissen. Der Klang erinnert an eine klassische Gitarre mit Kapodaster im fünften Bund.
03Der Capo-Trick: zurück auf Gitarrentonhöhe
Wer mit anderen Gitarristen zusammenspielen oder zu Songs in Originaltonart begleiten möchte, kann die Guitalele auf Gitarrentonhöhe bringen. Dafür gibt es zwei Wege. Der einfachste: Setzen Sie sich gedanklich um. Ein gegriffenes E-Dur klingt als A-Dur, also transponieren Sie die Akkorde um eine Quarte nach unten.
Der praktischere Weg für Lagerfeuer und Begleitung ist die Umstimmung. Manche spielen die Guitalele auch tiefer, näher an der Gitarrenstimmung, müssen dann aber auf passende Saiten achten, damit die Spannung stimmt. Für den Standardfall gilt: Guitalele wie gewohnt greifen, im Kopf eine Quarte tiefer denken, dann passt es zur Gitarrenwelt.
04Guitalele oder Ukulele: 6 gegen 4 Saiten
Die Ukulele hat vier Saiten und ist damit der schnellste Einstieg in die Welt der Zupfinstrumente. Wenige Griffe, schnelle Erfolge, ideal für Kinder und absolute Anfänger. Die Guitalele hat sechs Saiten und damit den vollen Gitarrenumfang, was ihr mehr klangliche Tiefe und volle Akkorde gibt, aber auch etwas mehr Übung verlangt.
Faustregel: Wer noch nie ein Saiteninstrument gespielt hat und etwas Leichtes sucht, startet oft mit der Ukulele. Wer bereits Gitarre spielt oder klar in Richtung Gitarre lernen will, ist mit der Guitalele besser bedient, weil die Griffe später nahtlos auf die grosse Gitarre übertragbar sind.
| Merkmal | Guitalele | Ukulele |
|---|---|---|
| Saiten | 6 | 4 |
| Stimmung | A-D-G-C-E-A (Quarte höher als Gitarre) | meist G-C-E-A |
| Griffe | identisch zur Gitarre | eigene Ukulelen-Griffe |
| Klangbild | voll, gitarrenähnlich | hell, perlend |
| Ideal für | Gitarristen, Reise, kleine Hände | Anfänger, Kinder, schneller Start |
05Für wen sich die Guitalele lohnt
Die Guitalele spielt ihre Stärken überall dort aus, wo eine volle Gitarre zu gross oder zu unpraktisch ist. Reisende Gitarristen nehmen sie mit ins Handgepäck, ohne auf ihre Griffe zu verzichten. Am Lagerfeuer oder im Backpack ersetzt sie die sperrige Westerngitarre.
Auch für Kinder mit Gitarren-Ambition ist sie ein guter Weg: kleinere Mensur, kürzere Wege zwischen den Bünden, dieselbe Spieltechnik wie auf der grossen Gitarre. Und für Erwachsene mit kleinen Händen kann das kompakte Griffbrett angenehmer sein als eine ausgewachsene Konzertgitarre. Vom günstigen Mahagoni-Modell bis zur edlen Koa-Variante reicht die Auswahl.


Die Guitalele ist kein Kompromiss, sondern eine eigene Antwort auf eine klare Frage: Gitarrengefühl mitnehmen, ohne die grosse Gitarre zu schleppen. Wer die Stimmung einmal verstanden hat, spielt sofort los.
Häufige Fragen
Wie wird eine Guitalele gestimmt?
Kann ich meine Gitarrengriffe auf der Guitalele nutzen?
Wie komme ich auf der Guitalele auf Gitarrentonhöhe?
Was ist der Unterschied zwischen Guitalele und Ukulele?
Welche Saiten gehören auf eine Guitalele?
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